| BMBF Zell-basierte Verfahren für seltene Lungenerkrankungen (CARPuD) |
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Die Stammzellforschung eröffnet neue Möglichkeiten
zur Behandlung seltener und bisher unheilbarer Lungenerkrankungen wie
alpha-1-Antitrypsin-Defizienz, Mukoviszidose oder
Surfactantdefizienzen. Über die aus adulten Zellen reprogrammierbaren
induzierten pluripotente Stammzellen“ (iPS-Zellen) erscheint es
erstmals möglich, aus patienteneigenen Zellen nach Korrektur des
Gendefektes respiratorische Zellen zu differenzieren und diese zum
funktionellen Ersatz des betroffenen Zelltypes zu transplantieren. Ziel
des Gesamtprojektes ist die Herstellung von iPS-Zellen, deren
Differenzierung in Lungenepithelzellen und Verwendung zur Aufklärung
zellulärer bzw. molekularer Pathomechanismen. Daneben sollen
zelltherapeutische Therapieansätze in geeigneten Tiermodellen
entwickelt und evaluiert werden.
Während der ersten Förderperiode sollen iPS-Zellen aus transgenen Mausmodellen hergestellt (ZPA, Hannover) und in vitro in die bei alpha-1-Antitrypsin-Defizienz (P1, Marburg, Hannover), Mukoviszidose (P2, Heidelberg, Hannover) oder Surfactantdefizienzen (P3, Hannover) betroffenen Zelltypen differenziert werden. Anschließend sollen diese Zellen von den o.g. Projektpartnern für Untersuchungen der zugrundeliegenden Erkrankungsmechanismen und die Evaluation von iPS-basierten Transplantationsstrategien verwendet werden. Die für die erste Förderperiode geplanten Arbeitsprogramme befinden sich noch überwiegend im Bereich der Grundlagenforschung, erst für eine potentielle zweite Förderperiode würden präklinische Großtierexperimente und im besten Fall Phase I Studien geplant werden. Nichtsdestotrotz sollen auch schon in der ersten Förderperiode kommerziell relevante Erkenntnisse und Entwicklungen auf Patentierbarkeit geprüft und gegebenenfalls vor Publikation zur Patentierung eingereicht werden. Eine kommerzielle Umsetzung einschließlich der Zusammenarbeit mit industriellen Partnern wäre frühestens für eine zweite Antragsphase zu erwarten. Zentralprojekt A (ZPA) – iPS Platform Projektleiter: T. Cantz (Medizinische Hochschule Hannover, Hannover), H. Schöler (Max Planck Institut, Münster) Projekt 1 (P1) – alpha-1-antritrypsin Mangel Projektleiter: T. Cantz, M. Ott, A. Schambach (Medizinische Hochschule Hannover, Hannover), R. Bals (Philipps Universität Marburg) Projekt 2 (P2) – Zystische Fibrose Projektleiter: U. Martin (Medizinische Hochschule Hannover, Hannover), M. Mall (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg) Projekt 3 (P3) – Surfactantdefizienzen Projektleiter: G. Hansen, U. Martin (Medizinische Hochschule Hannover, Hannover) |
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